Wer im Netz sichtbar sein will, kommt an qualitativ hochwertigen und vertrauenswürdigen Inhalten nicht vorbei – das gilt besonders für sensible YMYL-Themen („Your Money, Your Life“) wie Gesundheit, Finanzen oder Recht. Dieser Artikel zeigt, wie sich das von Google entwickelte E-E-A-T-Konzept konkret auf Webseiten anwenden lässt und warum es nicht nur für klassische Suchmaschinen, sondern auch für KI-basierte Systeme und Large Language Models (LLMs) eine immer wichtigere Rolle spielt
Betreiber von Webseiten mit sensiblen Themen haben einiges zu berücksichtigen, damit Google ihre Seiten als vertrauenswürdig einstuft. Bekanntermaßen klassifiziert Google unter anderem Seiten zu den Themen Gesundheit, Finanzen und Recht als YMYL-Webseiten, die von der Suchmaschine einer besonderen Prüfung unterzogen werden. Auch wenn E-E-A-T in erster Linie für Webseiten mit YMYL-Themen relevant ist, sollten sich grundsätzlich alle Webseitenbetreiber an dieses Prinzip halten, um die Chancen zu erhöhen, einen der oberen Plätze in den Suchergebnissen zu erreichen und als Quelle in der KI-Suche genannt zu werden.
Search Quality Rater
Zuerst sollte festgehalten werden, dass trotz des aktuellen KI-Hypes Google für die Internetsuche noch immer die meistgenutzte Plattform ist. Darum lohnt es sich, das von Google entwickelte E-E-A-T-Konzept genauer zu betrachten. Außerdem zeigen Recherchen, dass die Einhaltung von E-E-A-T auch dabei hilft, von KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Perplexity und Co. berücksichtigt zu werden. Dies bestätigen auch Untersuchung von anderen führenden SEO-Experten.
Google beschäftigt sogenannte ‚Quality Rater‘, um die Qualität von Webseiten zu bewerten. Diese Bewertungen haben zwar keine direkten Auswirkungen auf das Ranking, helfen Google jedoch dabei, den Algorithmus anzupassen. Somit haben die Bewertungen der Quality Rater zumindest indirekt Einfluss auf das Ranking.
Search Quality Rater Guidelines
Es ist für alle Webseitenbetreiber ratsam, sich die Google Search Quality Rater Guidelines zumindest einmal angesehen zu haben. Diese Richtlinien enthalten nämlich hilfreiche Hinweise darauf, wie Google eine Seite bewertet. In den Richtlinien finden sich sowohl positive als auch negative Beispiele, an denen sich Webseitenbetreiber orientieren und ihre Seiteninhalte entsprechend optimieren können. Abbildung 1 zeigt zum Beispiel, dass eine Nachrichten-Seite, die ein YMYL-Thema behandelt, mit einem niedrigen E-E-A-T bewertet wird, weil auf ihr offensichtliche Grammatik- und Zeichensetzungsfehler enthalten sind. Außerdem scheint der Main Content lediglich von einem anderen Artikel paraphrasiert worden zu sein und enthält zudem noch sachliche Ungenauigkeiten.
Abbildung 1: Negativbeispiel (Quelle: Google Search Quality Rater Guidelines)
Abbildung 2 zeigt ein Positivbeispiel aus den Google Richtlinien für Qualitätstester. Eine Webseite die der Kategorie Gesundheitsthemen zugeordnet werden kann, wurde mit dem höchsten E-E-A-T bewertet, weil diese einen funktionalen und nutzerfreundlichen BMI-Rechner beinhaltet. Außerdem wird die Webseite von einer nationalen Gesundheitsorganisation betrieben, was für Google ein Zeichen außerordentlicher Autorität ist. Entsprechend positiv fällt auch die Bewertung der Quality Rater aus.

Abbildung 2: Positivbeispiel (Quelle: Google Search Quality Rater Guidelines)
Die Quality Rater Guidelines beinhalten Dutzende solcher Beispiele und geben uns Webseitenbetreibern eine gute Vorstellung davon, worauf es Google bei einer Webseite ankommt. Aus den beiden vorangegangenen Beispielen wird deutlich, dass Google Webseiten belohnt, die ‚Unique Content‘ anbieten. Das können neben gut geschriebenen Texten auch nützliche Tools sein, wie beispielsweise der in Abbildung 2 dargestellte BMI-Rechner. Außerdem misst Google der Reputation eine enorme Bedeutung bei, da sich diese nur schwer manipulieren oder erkaufen lässt. Reputation ist in der Regel das Ergebnis langjähriger Arbeit und qualitativ hochwertiger Inhalte.
E-E-A-T
2014 wurde EAT zum ersten Mal in den Search Quality Rater Guidelines erwähnt. 2022 wurde EAT um ein zusätzliches „E“ ergänzt, der Erfahrung. Wie bereits angedeutet, kommt es Google bei einer Website auf bestimmte Qualitätsmerkmale an. Im Folgenden werden E-E-A-T genauer beleuchtet und konkrete Handlungsempfehlungen vorgestellt, wie sich Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit auf einer Website demonstrieren lassen.
Vorab sei gesagt, dass viele Seitenelemente mehreren E-E-A-T-Kategorien zugeordnet werden können: Positive Nutzerbewertungen und Kundenrezensionen transportieren zum Beispiel sowohl praktische Erfahrung als auch fachliche Expertise. Selbst Google räumt in seinen Richtlinien ein, dass sich Erfahrung, Expertise und Autorität bei manchen Webseiten überschneiden können (Abbildung 3). Mit dieser Aussage will Google verdeutlichen, dass es für manche Seitentypen wichtiger ist, dass Webautoren über praktische Erfahrung mit dem entsprechenden Thema verfügen, z. B. bei Erfahrungsberichten zu Produkten. Geht es auf einer Webseite jedoch um medizinische oder rechtliche Ratschläge, also sogenannte YMYL-Themen, ist die Expertise des Verfassers entscheidend, damit Nutzer den Inhalten vertrauen können.

Abbildung 3: Erfahrung, Expertise und Autorität, nicht immer klar abgrenzbar. (Quelle: Google Search Quality Rater Guidelines)
Auch wenn sich die einzelnen Aspekte Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauen nicht immer klar voneinander abgrenzen lassen, werden nachfolgend diese Punkte einzeln erläutert und es wird aufgezeigt, wie sich E-E-A-T als Gesamtkonzept auf einer Website umsetzen lässt.
Erfahrung
Im Rahmen von Googles E-E-A-T-Konzept hat sich gezeigt, wie zentral der Faktor „Erfahrung“ inzwischen geworden ist. Seit der Erweiterung um die „Experience“-Komponente wird deutlich stärker darauf geachtet, dass Inhalte nicht nur theoretisch korrekt sind, sondern auch echte Praxisnähe vermitteln. Um auf einer Website „Erfahrung“ zu vermitteln, muss man keine ausgewiesene Fachperson auf dem entsprechenden Gebiet sein – dafür gibt es den Punkt „Expertise“. Wenn eine Person zum Beispiel seit Jahren an einer bestimmten Krankheit leidet, ist sie vielleicht auf der Suche nach Erfahrungsberichten anderer betroffener Personen, die ihr dabei helfen, besser mit der Situation umzugehen: Welche Behandlungsmethoden haben geholfen? Welche Medikamente wurden gar nicht vertragen? Was hat dabei unterstützt, emotional mit der Situation zurechtzukommen?
Oder vielleicht betreibst du eine Website, die das Thema Heimwerken behandelt. Dann sind Erklärvideos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, zum Beispiel zum Aufbau eines Schranks, genau das, wonach deine Besucher suchen.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie man auch als Laie Erfahrung auf der eigenen Website demonstrieren kann. Erfahrungsberichte und How-to-Anleitungen sind jedoch vermutlich die am weitesten verbreiteten Formen, um „Erfahrung“ sichtbar zu machen. Gleichzeitig spielt das Verhalten der Nutzer*innen (Nutzererfahrung) eine entscheidende Rolle. Google bewertet nicht jede einzelne Seite inhaltlich im Detail, sondern orientiert sich stark an Nutzersignalen wie Klickverhalten, Verweildauer oder Absprungraten. E-E-A-T sollte deshalb weniger als reine SEO-Checkliste verstanden werden, sondern als strategischer Rahmen, um die Qualität von Inhalten so zu gestalten, dass sie Menschen wirklich überzeugen. Gelingt es einer Website, Erfahrung, Expertise und Autorität glaubwürdig zu vermitteln und insgesamt einen vertrauenswürdigen Eindruck zu hinterlassen, wirkt sich das positiv auf die Nutzersignale aus und erhöht damit letztlich auch die Chancen auf mehr Sichtbarkeit im Internet.
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Expertise
Im Rahmen von Googles E-E-A-T-Konzept spielt die fachliche Expertise von Autoren eine zentrale Rolle – neben Erfahrung und Autorität ist sie entscheidend, um Vertrauen bei den Nutzern aufzubauen. Dabei lässt sich grob zwischen formaler und inhaltlicher Expertise unterscheiden. Formale Expertise zeigt sich in nachweisbaren Qualifikationen wie akademischen Abschlüssen, Zertifikaten oder beruflichen Titeln. Inhaltliche Expertise wird direkt im Text sichtbar: Wer ein Thema präzise, sachlich korrekt, gut strukturiert und in der nötigen Tiefe erklärt, signalisiert Fachwissen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die externe Sichtbarkeit von Autoren. Publikationen in Fachzeitschriften, Buchveröffentlichungen, Interviews oder Beiträge in etablierten Medienformaten sind starke Hinweise auf Kompetenz und sollten auf der Website transparent gemacht werden – etwa durch Verlinkungen auf entsprechende Inhalte.Autorenprofile, wo Qualifikationen, Publikationen und andere relevante Informationen bereitgestellt werden, sind nicht nur für die Suchmaschine, sondern auch für die Webseitenbesucher, ein starkes Signal für den Expertenstatus der Autoren.
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Autorität
Autorität ist im E-E-A-T-Konzept von Google eine der zentralen Qualitätsdimensionen. Gemeint ist damit der Ruf und die Anerkennung einer Website oder eines Autors in einem bestimmten Fachgebiet – also die Frage, ob eine Quelle als verlässliche Instanz wahrgenommen wird.
Dies geschieht am besten über externe Signale: Erwähnungen auf anderen, thematisch passenden Webseiten und vor allem qualitativ hochwertige Backlinks. Wenn renommierte Seiten auf Inhalte verweisen, wirkt das wie eine Empfehlung – sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen. Mit der Zeit trägt die Summe solcher Links und Erwähnungen maßgeblich dazu bei, den „Domain Trust“ aufzubauen und eine Website als Autorität in ihrem Themenfeld zu etablieren.
Eng damit verbunden ist die Markenbekanntheit: Je sichtbarer eine Marke zu einem bestimmten Thema ist und je häufiger sie mit relevanten Rankings in Verbindung gebracht wird, desto stärker wird ihre Autorität wahrgenommen. Kurz gesagt: Starke externe Verweise und eine gut positionierte Marke sind die entscheidenden Hebel, um Autorität im Sinne von E-E-A-T aufzubauen.
Laut Studien ist Autorität übrigens der entscheidende Faktor, um bei LLMs in den Suchergebnissen zu erscheinen. Zu dieser Einschätzung kam auch der Gründer des GEO-Tools „Lorelight“, der sein Tool kurzerhand wieder einstellte, weil er zu dem Schluss kam, dass GEO-Optimierung im Kern nichts anderes ist als Brand Building. Christian Kunz berichtet auf seiner Website SEO-Südwest über dieses Thema.
Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es heutzutage ist, eine Marke aufzubauen bzw. als Autorität in der eigenen Branche wahrgenommen zu werden, um langfristig im Internet sichtbar zu bleiben.

Abbildung 4: GEO nichts anderes als Brand Building? (Quelle: seo-suedwest.de)
Vertrauen
Im E-E-A-T-Konzept von Google ist Vertrauen der zentrale Faktor, auf den alle anderen Dimensionen einzahlen. Gerade in sensiblen Bereichen wie Gesundheit oder Finanzen gilt: Ohne klare Vertrauenssignale – etwa ein vollständiges Impressum, nachvollziehbare Verantwortlichkeiten und transparente Kontaktmöglichkeiten – werden klassische SEO-Maßnahmen schnell wirkungslos.
Vertrauen entsteht vor allem durch Transparenz und Authentizität. Dazu gehören eine gut sichtbare „Über uns“-Seite, auf der Menschen und Rollen hinter der Website vorgestellt werden, sowie echte Fotos statt austauschbarer Stockbilder – zum Beispiel die Ärztin mit ihrer Praxis oder das Team eines Unternehmens. Je klarer erkennbar ist, wer für Inhalte und Angebote verantwortlich ist, desto größer ist der Vertrauensbonus bei den Nutzern.
Eine zweite Ebene bilden externe Bestätigungen: Verlinkungen zu offiziellen Profilen wie Google Business oder branchenspezifischen Portalen, Zertifikate und Gütesiegel, positive Bewertungen auf Plattformen wie Trustpilot sowie eine „Bekannt aus“-Sektion mit Logos renommierter Medien. Auch ein stimmiger, authentischer Social-Media-Auftritt trägt dazu bei, Seriosität und Glaubwürdigkeit zu unterstreichen.
Nicht zu unterschätzen sind zudem die Qualität der Inhalte und der Gesamteindruck der Website. Gut recherchierte, verständlich aufbereitete Texte mit Quellenangaben wirken professionell und überprüfbar. Ein aufgeräumtes, nutzerfreundliches Design ohne übermäßige Werbung signalisiert, dass in das Angebot ernsthaft investiert wurde. Ergänzend stärken technische Grundlagen wie SSL-Verschlüsselung, schnelle Ladezeiten und eine sauber konfigurierte Website-Struktur den sogenannten „Domain Trust“.
Am Ende ist Vertrauen kein einzelnes Merkmal, sondern das Ergebnis vieler Faktoren, die zusammenwirken – von der transparenten Darstellung der Verantwortlichen über externe Bewertungen bis hin zu einem soliden technischen Fundament. Genau dieser Gesamteindruck entscheidet im Sinne von E-E-A-T darüber, ob Inhalte als qualitativ hochwertig und verlässlich wahrgenommen werden.
Die Bedeutung von E-E-A-T in der KI-Suche
Die bisherigen Erkenntnisse aus Forschung und Praxis legen nahe, dass E-E-A-T nicht nur für klassische Suchmaschinen, sondern auch für KI-basierte Suchsysteme wie ChatGPT Search oder Perplexity eine zentrale Rolle spielt. KI-Assistenten greifen bevorzugt auf Quellen zurück, die als vertrauenswürdig und autoritativ gelten. Damit wird deutlich: Wer bei Google mit hochwertigen, gut strukturierten Inhalten und klarer Expertise punktet, verbessert gleichzeitig seine Chancen, in KI-Antworten aufzutauchen.
Aktuelle LLM-Suchsysteme orientieren sich nach wie vor stark an bestehenden Suchindizes wie dem von Google oder Bing. In der Praxis zeigt sich: Websites, die umfassende, informationsorientierte Inhalte anbieten und konsequent auf E-E-A-T ausgerichtet sind, werden deutlich häufiger von KI-Systemen zitiert oder als Quelle herangezogen. Wettbewerber mit schwächerer inhaltlicher Qualität oder geringerer Autorität bleiben dagegen oft unsichtbar – sowohl in den klassischen Suchergebnissen als auch in KI-generierten Antworten.
Wichtig ist dabei nicht nur die Anzahl der Backlinks, sondern vor allem die themenrelevante Präsenz einer Marke oder Website im Netz: Erwähnungen auf Fachseiten, in sozialen Netzwerken oder auf Videoplattformen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, in Trainingsdaten und Ausgabesets von KI-Modellen zu landen. Kurz gesagt: Wer in der KI-Suche sichtbar sein möchte, kommt an E-E-A-T nicht vorbei. Eine langfristige Investition in vertrauenswürdige, hochwertige Inhalte zahlt gleichzeitig auf Rankings in klassischen Suchmaschinen und auf die Sichtbarkeit in LLM-Suchsystemen ein.
Wie wichtig gerade Autorität für die Sichtbarkeit in LLMs ist, wurde bereits beschrieben und soll an einem Beispiel noch deutlicher werden: So wurde ChatGPT mit der Frage konfrontiert, welcher Anbieter die besten Kühlschränke für Medikamente hat. Als Ergebnis wurde die Firma Kirsch an erster Position genannt. SEO-technisch gibt es sicherlich Websites, die besser optimiert sind. Doch es gibt eben nur einen Marktführer für Medikamenten-Kühlschränke in Deutschland. Die KI weiß das, erkennt also die hohe Autorität der Marke und platziert sie daher auf Platz 1 in der Liste.

Abbildung 5: Die besten Medikamenten-Kühlschränke (Quelle: ChatGPT)
Die Relevanz von E-E-A-T für andere Suchmaschinen
Gerade Unternehmen, die im B2B-Bereich tätig sind, verzeichnen nach wie vor einen relevanten Anteil ihres Traffics über die Suchmaschine Bing. Kirsch-medical.de erzielt beispielsweise rund 15 % seiner Website-Besucher über Bing. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Umsetzung des von Google entwickelten E-E-A-T-Konzepts auch dabei unterstützt, in anderen Suchmaschinen besser gefunden zu werden.
Recherchen zeigen, dass Bing ähnliche Qualitätsstandards wie Google verwendet (Abbildung 5). Auch Bing ist darum bemüht, Nutzer vor unseriösen Inhalten zu schützen und verlässliche Informationen in den SERPs (Suchergebnisseiten) auszuspielen. Zwar hat Bing eigene Bewertungskriterien, orientiert sich inhaltlich aber stark an dem, was Google unter hochwertigen Ergebnissen versteht.
Damit rückt E-E-A-T nicht nur für Google, sondern auch für alternative Suchmaschinen wie Bing in den Fokus. Inhalte, die Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauen vermitteln, haben grundsätzlich bessere Chancen, prominent ausgespielt zu werden – unabhängig davon, welche Suchmaschine dahintersteht. Was für Google funktioniert, hilft in den meisten Fällen also auch bei Bing.
Die Umsetzung der E-E-A-T-Prinzipien ist daher eine sinnvolle Strategie für die allgemeine Sichtbarkeit in der Suche. Suchmaschinen wollen Nutzer*innen halten und gute Ergebnisse liefern. Aspekte wie Autorität, Vertrauenswürdigkeit und nachvollziehbare Qualität spielen dabei immer eine Rolle – auch wenn sie je nach Anbieter nicht identisch benannt oder technisch umgesetzt werden.

Abbildung 6:Bings Three Pillars of Content Quality (Quelle: Bing)
E-E-A-T Tabelle
E-E-A-T ist immer als Ganzes zu betrachten. Es reicht also beispielsweise nicht aus, nur den Punkt „Erfahrung“ zu erfüllen und den Punkt „Autorität“ zu vernachlässigen. Das würde auch gar nicht funktionieren. Denn wenn man genug Erfahrung und Expertise in einem Gebiet hat, wird man zwangsläufig auch zu einer Autorität in dem entsprechenden Gebiet. Eine hohe Autorität führt wiederum dazu, dass Nutzer sowie Suchmaschinen den Inhalten Vertrauen schenken, was am Ende in einer höheren Sichtbarkeit der Marke im Internet resultiert.
Es ist also kein Zufall, dass E-E-A-T von Google als ineinander übergehende Kreise und nicht als voneinander getrennte Blöcke dargestellt wird. Abbildung 6 veranschaulicht, dass Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauen eine Einheit bilden, wobei Vertrauen im Zentrum der E-E-A-T-Familie steht.

Abbildung 7: E-E-A-T (Quelle: Google)
In Abbildung 7 ist eine Tabelle zu sehen, die entwickelt wurde, um Websitebetreibern dabei zu helfen, konkrete Maßnahmen zu formulieren, mit denen E-E-A-T auf ihren Websites umgesetzt werden kann.

Abbildung 8: E-E-A-T-Tabelle (Quelle: eigene Darstellung)
Fazit
E-E-A-T ist längst mehr als ein theoretisches Konzept aus den Google-Richtlinien. Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauen bilden in der Praxis den Rahmen dafür, wie Inhalte im Netz wahrgenommen, bewertet und letztlich gefunden werden – und zwar sowohl von klassischen Suchmaschinen als auch von KI-basierten Systemen. Besonders für Websites mit sensiblen YMYL-Themen ist eine konsequente Ausrichtung an diesen Prinzipien unverzichtbar, um Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und Verantwortung gegenüber den Nutzern zu vereinen.
Gute Rankings sind dabei nicht das Ergebnis einzelner Tricks, sondern das Resultat vieler Faktoren, die zusammenspielen: authentische Erfahrungsberichte, fachlich fundierte Inhalte, klare Autorenprofile, starke Markenpräsenz, positive Bewertungen, ein vertrauenswürdiger technischer Auftritt und ein durchdachtes Webdesign. Wer E-E-A-T ernst nimmt, optimiert nicht nur für Google, sondern gleichzeitig für Bing und andere Suchsysteme – und erhöht darüber hinaus die Chancen, in den Antworten von LLMs wie ChatGPT oder Perplexity aufzutauchen.
Für Webseitenbetreibern bedeutet das: Statt kurzfristigen „SEO-Hacks“ braucht es eine langfristige Content-Strategie, die auf Qualität, Transparenz und Markenaufbau setzt. Wer konsequent in diese Bereiche investiert, schafft die Grundlage dafür, auch in einer zunehmend KI-geprägten Suchlandschaft sichtbar, relevant und vertrauenswürdig zu bleiben.

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